Rocky, Katja und das Clickertraining
Rocky war das Gesellschaftspferd des Pferdes meiner Freundin (www.viehhaus.de).
Er war seit ungefähr 1991 eine Art Pflegepferd für mich. Ich habe eine Menge von
und mit ihm gelernt. Mit ihm habe ich Clickertraining ausprobiert und durch
seine Motivation habe ich mich überzeugen lassen, dass das auch "meine" Methode
sein soll.
Rocky, Haflinger, 1983 - 2009
Rocky war der Rangniedere von den beiden. Er konnte ein rechter Sturkopf und
Rüpel sein, aber auch ein ganz braves nettes Pferd. Er war eigentlich ein recht
gelassenes Pferd, liess sich aber auch leicht aufwecken und zeigte dann sein
Temperament. Das zeigte sich auch manchmal, wenn wir einen Spaziergang machten mit
mehr oder weniger Arbeitseinlagen. In der Regel ging das am durchhängenden
Strick. Und ab und zu machte er neben mir beim Traben vor lauter Übermut einen
Bocksprung... So leicht erschreckte er sich vor nichts, sondern schaute nur
interessiert. Er war verfressen (gute Voraussetzung für das Clickertraining -
man nennt es auch futtermotiviert)
und organisierte sich gerne eine Extraportion, wenn nicht alle
Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden wie: Sicherheitsriegel geschlossen, Heu
absolut außer Reichweite, bei offener Tür zum Futter regelmäßige Erinnerungen,
dass er unter ständiger Beobachtung steht. Die Information des Hersteller seiner Einstreupellets, dass diese von den Pferden nicht gefressen werden, hatte er auch
nicht gelesen.
Rocky und Katja
Ich kannte Rocky seit er bei meiner Freundin und ihrem Pferd war.
Zunächst sind wir geritten, geritten und geritten. Nach und nach habe ich dann
angefangen, mit ihm Bodenarbeit zu machen. Das hatte auch den positiven Effekt,
dass ich nicht mehr so oft blaue Zehen hatte, auf die er mir vorher in schönster
Regelmäßigkeit getrampelt ist... Bei allem, was ich mit ihm geübt habe, habe ich
ihn auch mit Leckerlis belohnt, so dass beim Clickertraining die Leckerlis
selbst nichts neues für ihn waren.
Da er in seinen letzten Jahren Probleme mit den Beinen hatte und zuerst nur noch
eingeschränkt, dann gar nicht mehr reitbar war, haben wir seitdem verstärkt Bodenarbeit gemacht und
ich bin irgendwann auf das Clickertraining gestoßen. Ich habe lange überlegt,
aber irgendwann beschlossen, es einfach mal zu versuchen und zu sehen, was draus
wird. Und wo gibt's einen Clicker?
Ich hatte mir schon mal einen Spielzeug-Knackfrosch im Spielzeugladen
besorgt, so prophylaktisch. Den hab ich wie immer irgendwo deponiert, wo ich ihn
bei Bedarf auf jeden Fall wieder finde. Und wie das so ist... Ich habe ihn
natürlich nicht wieder gefunden. Als ich dann den Entschluss gefasst habe,
Clickertraining mal auszuprobieren, bin ich dann zwei oder drei Tage in allen
möglichen Läden unterwegs gewesen (Spielzeugladen, Tierhandlungen...) bis ich im
letzten Laden, von dem ich mir noch Hoffnung gemacht hatte, dass er so was
führt, schließlich einen Clicker gefunden habe.
Rocky, Katja und das Clickertraining
Rocky war mein erster Clicker-Übungskandidat. Mit ihm habe ich Ende 2003
angefangen zu clickern. Er hat gleich bei der Konditionierung in die
Frisbeescheibe gebissen, und ich hatte dann auch keine Probleme, ihm das
Hochheben eines Balls beizubringen. Er lernte recht schnell. Was ich sehr gut
finde: Er trennte Clicker-Einheiten gut vom restlichen Umgang und bettelte nicht
um Leckerlis mit irgendwelchen Sachen, die wir beim Clicker-Training üben.
Vielleicht hatte er auch nur die Kombination von Katja und Clicker-Training
gespeichert und liess deswegen alle anderen in Ruhe...
Ich habe Rocky hauptsächlich irgendwelche zweckfreien Tricks beigebracht. Mit dem Clicker
arbeite ich gerne, weil ich mich selber zur Konsequenz erziehen muss.
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Rocky und Vinur mit den Katja und Jasmin
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